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Kalk, der Viruskiller

Erfolgreicher Branntkalk-Einsatz bei Vogelgrippe-Fall

Branntkalk hat sich als Desinfektionsmittel im Zusammenhang mit der Vogelgrippe bewährt. Wie das Landratsamt Erlangen-Höchstadt mitteilte, hat man dort positive Erfahrungen mit dem Einsatz von Branntkalk im Rahmen eines HPAI-Ausbruchs bei Nutzgeflügel gemacht (HPAI = highly pathogenic avian influenza, Typ A/H5N1).

Gemäß der Richtlinie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zur Eindämmung der Geflügelpest, wurde der kontaminierte Festmist aus den verschiedenen Stallungen des betroffenen Betriebes mit 100 kg Branntkalk pro m³ durchmischt und angefeuchtet.

Desinfektionsexperten der Universität Hohenheim unterstützten die Arbeiten mit ihrem Fachwissen über die korrekte Handhabung des Branntkalks. Der vordesinfizierte Festmist wurde auf Miststreuern schichtenweise mit Mengen gekörntem Branntkalk versetzt, zur vorgesehenen Lagerstätte gebracht und dort beim Entladen unter Inbetriebnahme der  Streueinrichtungen mit Wasser abgelöscht. Die anschließend aufgebrachte Erdschicht verhinderte eine Verschleppung durch Wildtiere und ein schnelles Abkühlen des Haufwerks. Die optimale Temperatur bewirkt eine bessere Abtötung der Grippeviren.