
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. geförderte Forschungsvorhaben 'Vorhersage und Beeinflussung der Reaktivität von Branntkalk' wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse sind als Forschungsbericht 1/08 der Forschungsgemeinschaft Kalk und Mörtel e.V. und in der ZKG International (6-2008 und 7-2008) veröffentlicht.
Die Forschungsgemeinschaft Kalk und Mörtel e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nichtmetallische Werkstoffe der TU Clausthal den Einfluss verschiedener Kalkstein- und Brennparameter auf die Reaktivität des entstehenden Branntkalkes untersucht. Dabei wurde eine Modellierung der Branntkalkeigenschaften in Abhängigkeit von den Eigenschaftsparametern des Ausgangsmaterials entwickelt, die eine lagerstättenunabhängige Aussage zum Einfluss einzelner Kalksteinparameter auf das Hartbrandpotenzial der Kalke ermöglicht.
Aus 23 Lagerstätten wurden Gesteinsproben entnommen und ihre zugehörigen Branntkalke nach Versuchen zur Calcination und Sinterung der Proben in einem Laborofen bei verschiedenen Temperatur-Zeit-Profilen untersucht. Die Einflüsse von Gesteinseigenschaften und Sinterbedingungen auf die Branntkalkparameter wurden analysiert. Das daraus entwickelte Modell zur Beschreibung des Kalksinterprozesses in Abhängigkeit von den ursprünglichen Kalksteineigenschaften basiert auf einer Datengrundlage von 278 Brennversuchen und ermöglicht bei Kenntnis von Kalksteinparametern und Brennbedingungen eine Vorhersagbarkeit der Branntkalkeigenschaften.
Der vollständige Bericht steht zum Download auf der Internetseite der Forschungsgemeinschaft Kalk und Mörtel e.V. unter 'Forschungsberichte' bereit: http://fg-kalk-moertel.de.
