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Forschungsvorhaben 'Immobilisierung von straßenverkehrsbedingten Schadstoffen mit Kalk’ erfolgreich abgeschlossen

Vollständiger Bericht steht zum Download bereit

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. geförderte Forschungsvorhaben 'Immobilisierung von straßenverkehrsbedingten Schadstoffen mit Kalk’ wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse sind als Forschungsbericht 2/08 der Forschungsgemeinschaft Kalk und Mörtel e.V. auf der Internetseite des Bundesverbands der Deutschen Kalkindustrie veröffentlicht.

Die Forschungsgemeinschaft Kalk und Mörtel e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Standortkunde/Bodenschutz des Instituts für Ökologie der TU Berlin den Einfluss einer Kalkapplikation auf die Immobiliserung von Schwermetallen im Straßenrandbereich untersucht.

Kalkung des Bodens
 Kalkung des Bodens

Die Versuche haben gezeigt, dass eine Immobilisierung von Schwermetallen mit Kalkprodukten möglich ist. Dabei können sowohl Carbonate als auch Kalkhydrate zum Einsatz kommen. In den Freilandversuchen wurde festgestellt, dass bei einer Oberflächenapplikation des Kalkes die Durchdringung des Bodens nur sehr langsam verläuft und somit keine schnelle pH-Wert Anhebung in tieferen Bodenschichten zu beobachten ist. Dies ist unabhängig von dem gewählten Kalk, da es bei der oberflächlichen Aufbringung von Kalkhydrat anscheinend zu einer schnelle Carbonatisierungs-Reaktion mit dem CO2 aus der Luft und aus der mikrobiellen Bodenaktivität kommt, so dass die Wanderung in tiefere Schichten von der nur sehr geringen Löslichkeit des Carbonats abhängt. Dass diese Wanderung tatsächlich stattfindet konnte durch die Bodensäulen und die Freilandversuche nachgewiesen werden. Ebenfalls konnte anhand der Modellrechnungen nachgewiesen werden, dass durch die Kalkapplikation eine deutliche Verlangsamung und damit Immobilisierung der Schwermetalle in tiefere Bodenschichten stattfindet