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Klimaschutz: Kalkindustrie senkt die brennstoffbedingten CO2-Emissionen um 15 %

Die deutsche Wirtschaft hat sich gegenüber der Bundesregierung verpflichtet, die Emissionen klimaschädlicher Gase bis 2012 um 35 % gegenüber 1990 zu vermindern. Im Gegenzug bekräftigte die Bundesregierung ihren Verzicht auf ordnungsrechtliche Maßnahmen, wie die Einführung von Energieaudits.

Auch die Kalkindustrie hat sich der Selbstverpflichtungserklärung der deutschen Wirtschaft angeschlossen. Sie hat zugesagt, die brennstoffbedingten CO2-Emissionen je Tonne Kalk um 15 % gegenüber 1990 zu senken.

Die Erklärung der deutschen Wirtschaft wird regelmäßig durch ein unabhängiges wirtschaftswissenschaftliches Institut überprüft. Mit dieser Aufgabe wurde das Rheinisch Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI Essen) betraut.

Der aktuelle Monitoringbericht des RWI-Instituts liegt vor. Danach wurde das für 2012 avisierte Minderungsziel der Kalkindustrie mit einem Zielerreichungsgrad von 98,8 % bereits Ende 2007 erreicht. Die Emissionsminderungen wurden vor allem durch die Senkung des spezifischen Energieverbrauchs erzielt. Nahezu die gesamten im Vergleich zu 1990 erreichten CO2-Minderungen gehen auf die Senkung des spezifischen Energieverbrauchs um insgesamt 15,1 % zurück. Das wurde u.a. durch den Einsatz effizienter Produktionstechnologien erreicht, so das RWI.

Eine weitere deutliche Reduktion der CO2-Emissionen durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erscheint kaum noch möglich, da die sich in Betrieb befindenen Kalkschachtöfen bereits sehr hohe Wirkungsgrade von teilweise über 85 % aufweisen. Eine Verringerung des Wärmebedarfs durch neue Öfen sind damit enge Grenzen gesetzt.

Die Kalkindustrie wird dennoch alle Anstrengungen unternehmen, um eine Zielerreichung von 100 % zu erreich. Ordnungspolitische Maßnahmen, wie Energieaudits oder die verpflichtende Einführung von Energiemanagementsystemen werden nicht benötigt. Die Selbstverpflichtungserklärung der Kalkindustrie ist ausreichend.