Präambel

Kalk – Die Nachhaltige Lebensgrundlage

Die Kalkindustrie liefert einen der bedeutendsten Rohstoffe des täglichen Bedarfs, dessen vielfältige Nutzung unsere Zivilisation seit Jahrtausenden begleitet.

In der Eisen- und Stahlindustrie, in der Bau- oder Landwirtschaft, im Umweltschutz oder in unzähligen Herstellungsprozessen, wie beispielsweise von Medikamenten, Papier, Glas, Zucker und Kunststoffen, Kalk ist ein elementarer Rohstoff und für  unser Leben daher unverzichtbar.

Der Name Kalk leitet sich vom lateinischen calx ab. Der Begriff wird vielfältig verwendet. Im weitesten Sinne versteht man unter Kalk die natürlichen Gesteinsvorkommen von Calciumcarbonat: Kalkstein, Marmor und Kreide sowie den Dolomitstein von ähnlicher Beschaffenheit. Im engeren Sinne versteht man unter Kalk heute die veredelten Produkte Branntkalk und Löschkalk, auch Kalkhydrat genannt, die industriell gewonnen werden.

Wenn im Folgenden von Kalk oder Kalkprodukten die Rede ist, so sind ausdrücklich alle Produkte der Kalkfamilie gemeint: Kalkstein, Dolomit, Marmor und Kreide und die dazugehörigen gebrannten Produkte. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird jedoch darauf verzichtet, Kalk/stein/Dolomit/Kreide/Marmor zu schreiben.

Das Naturprodukt Kalkstein dient zum einen als Grundlage für viele Wertschöpfungsketten, zum anderen ist der Abbau ein Eingriff in die Natur und liegt deshalb im öffentlichen Interesse. Die Mitgliedswerke des Bundesverbandes der deutschen Kalkindustrie e.V. (BVK) tragen mit einer nachhaltigen Kalkproduktion zum ökonomischen Erfolg wie auch zu ökologischer und sozialer Verantwortung bei. Sie binden die betroffenen Anspruchsgruppen ein und sichern somit die Rohstoff- und Produktversorgung der heutigen und künftigen Generationen. Neben einer sorgfältigen Abbauplanung und optimalen Verwertung eines Vorkommens schafft die Kalkindustrie, mit einem umsichtigen Naturausgleich und einer vorausschauenden Folgenutzung, wertvolle Lebensräume für Menschen, Pflanzen und Tiere.

Das 125-jährige Bestehen der Interessenvertretung der deutschen Kalkindustrie nimmt der BVK zum Anlass, das seit vielen Jahren gelebte nachhaltige Engagement der Mitgliedswerke in sieben Leitlinien zum Ausdruck zu bringen. Die Leitlinien schaffen ein einheitliches Verständnis für die ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung der Kalkindustrie, dienen als Orientierung für nachhaltiges Handeln von Unternehmen, Mitarbeitern sowie dem Verband und stärken weiterhin das Thema Nachhaltigkeit als Leitbild der deutschen Kalkindustrie.

Die Leitlinien orientieren sich an den zehn Prinzipien des United Nations Global Compact (UNGC) und den Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Darüber hinaus greifen sie wesentliche Elemente nationaler und internationaler branchenspezifischer Normen (z.B. ISO 50001), Richtlinien (z.B. EU-Emissionshandelsrichtlinie) und Gesetze (z.B. Erneuerbare-Energien-Gesetz) auf.

Das Leitbild der deutschen Kalkindustrie wird im Rahmen der starken Vernetzung des BVK in verschiedene nationale und internationale Verbände, Institutionen und Organisationen weitergetragen. Beim Austausch und im Rahmen der Zusammenarbeit setzt sich der BVK für eine umfassend nachhaltige Entwicklung ein, insbesondere für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, Sicherheit am Arbeitsplatz, Bewahrung der Artenvielfalt, Innovationsfähigkeit der Kalkindustrie und Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit.

Mit den folgenden sieben Leitlinien zur Nachhaltigkeit hat sich die deutsche Kalkindustrie das Ziel gesetzt, die eigene gesellschaftliche Verantwortung zu dokumentieren und ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

 

Stellvertretend für die gesamte Branche haben die Mitglieder des Vorstandes die 7 Leitlinien der deutschen Kalkindustrie unterzeichnet.

Gez. 
Reinhold Ackermann
Björn Baum
Andreas Breckweg
Heike Horn
Dr. Ulrich Horn
Jörg H. Iseke
Moritz Iseke
Andreas Kastner
Dr. Andreas Kinnen
Hartmut Koch-Czech
Michael Liell
Dr. Klaus Mader
Winfried Müller
Dr. Burkhard Naffin
Dr. Philipp Niemann
Dr. Kai Schaefer
Christian Schäfer
Paul Schipper
Johann Spangler
Dr. Dirk Spenner
Dr. Thomas Stumpf
Detlev Wegner 

Hinweis: Aus Sicherheitsgründen wurde an dieser Stelle auf die Darstellung der einzelnen Unterschriften verzichtet.