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24.02.2016
BVK begrüßt "Handlungsempfehlungen für europäische Industriepolitik"

Der Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie begrüßt die vom Bündnis „Zukunft der Industrie“ anlässlich der Industriekonferenz im Bundeswirtschaftsministerium verabredeten „Handlungsempfehlungen für europäische Industriepolitik“.

Dr. Thomas Stumpf, Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie, selbst Teilnehmer der Konferenz in Berlin, wertet die Konferenz und die Verabschiedung als starkes Signal von Bundesregierung, Deutscher Industrie und Gewerkschaften für den Industriestandort Deutschland und Europa.

Weitere Belastungen der Industrie, insbesondere der energieintensiven Industrie, würden den von Minister Gabriel festgestellten Substanzverzehr in der deutschen Wirtschaft beschleunigen.

Die Verlagerung von Produktionskapazitäten in weniger effiziente Länder, wie z. B. China, bei gleichzeitigem Import von Fertigwaren, steigert den weltweiten CO2-Ausstoß überproportional (7 Mrd. Tonnen zusätzlicher CO2-Ausstoß in China) und ist klimaschädlich. Dabei wird das wertvolle industrielle Netzwerk Europas geschwächt, und es werden Arbeitsplätze in Industrie sowie industrienaher Dienstleistung vernichtet.
 
Gemeinsam mit der Bundesregierung und den Gewerkschaften wollen wir als Industrie die Industrie und den Industriestandort stärken. Es geht um die notwendige Akzeptanz von Industrie, die Erhöhung und Sicherung von Industrieinvestitionen, die Zukunft von Arbeit in Industrie und industrienahen Dienstleistungen, die Sicherung der Wertschöpfungsstrukturen der Zukunft sowie die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
 
Diese Ziele lassen sich nur durch eine starke Industriepolitik für ganz Europa umsetzen.
Die Gemeinsame Erklärung formuliert konkrete Handlungsempfehlungen an die EU, auch in der Energie- und Klimapolitik, die für die Deutsche Kalkindustrie besonders im Fokus steht. Wir unterstützen diese Positionierung auch zur Ausgestaltung des Emissionshandels (ETS), die sich mit unseren Forderungen deckt.

Ich begrüße es sehr, dass die Gleichwertigkeit von Klimaschutz und industrieller Wertschöpfung als Forderung Teil der Erklärung ist. Ausdrücklich stimme ich auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zu, der in seiner Rede auf der Konferenz besonders hervorgehoben hat, dass das Ziel, den Industrieanteil (am BIP) in Europa bis 2020 auf 20 % zu erhöhen, für ihn auch weiterhin auf die europapolitische Agenda gehört und den gleichen Stellenwert erhalten muss wie das 20-Prozent-Klimaziel.

Damit ist gleichzeitig die Messlatte für die jetzt beginnenden Verhandlungen in Brüssel für die Ausgestaltung des ETS ab 2020 gelegt. Ohne wesentliche Änderungen am Vorschlag der EU Kommission kann es keinen Beschluss zum ETS ab 2020 geben. Die Deutsche Kalkindustrie erwartet, dass die gesamte Bundesregierung mit diesem Ziel in Brüssel verhandelt.

Die Gemeinsame Erklärung finden Sie nebenstehend zum Download. 
Weitere Informationen zum Industriebündnis unter www.buendnis-fuer-industrie.de
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Haben Sie Fragen? Wir stehen gerne zur Verfügung:
Martin Ogilvie • Telefon 0221/934674-12 • eMail: martin.ogilvie@kalk.de

Jeder Bundesbürger verbraucht täglich etwa 250 g gebrannte und 5,5 kg ungebrannte Kalk- und Dolomiterzeugnisse.
Im Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e.V. (BVK) sind über 100 Mitgliedsfirmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten mit insgesamt etwa 3.300 Beschäftigten und einem Gesamtumsatz von rund 713 Millionen Euro.