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News

23.01.2018
Stellungnahme des BVK zur BDI-Studie „Klimapfade für Deutschland“

Zur Vorlage der BDI-Studie „Klimapfade für Deutschland“, die in Kooperation mit dem BDI und seinen Mitgliedsverbänden von der Boston Consulting Group und der Prognos AG erarbeitet wurde, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Kalkindustrie, Martin Ogilvie:

Die Deutsche Industrie hat mit der Vorlage der BDI-Klimastudie einen entscheidenden Beitrag zu einer zielorientierten, ideologiefreien und sachlichen Diskussion geliefert, ob, wie und mit welchem Aufwand für die gesamte Volkswirtschaft und damit für alle Bürger dieses Landes die nationalen Klimaziele, die im Klimaschutzplan 2050 definiert wurden, umgesetzt werden können. Die deutsche Kalkindustrie hat sich finanziell und durch Mitarbeit ihrer Experten aktiv in diesen Prozess eingebracht. Wir unterstützen die ehrgeizige nationale und internationale Klimaschutzpolitik.

Allein die Festsetzung politischer Ziele zur CO2-Reduzierung bis 2050 von 80 bis 95%, wie sie der Klimaschutzplan festschreibt, garantiert nicht die Zielerreichung. Damit sie auch technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich erreichbar sind, bedarf es zwingend einer Überprüfung des tatsächlich und wirtschaftlich Machbaren. Dieser Aufgabe muss sich die neue Bundesregierung stellen. Die BDI-Studie liefert für diese Diskussion die notwendigen Daten und Fakten. Als energie- und CO2-intensive Grundstoffindustrie unterstützen wir die Ergebnisse der Studie und die gemeinsam im BDI erarbeiteten Schlussfolgerungen.

Zwei Ergebnisse der Studie aber sind ganz zentral:

Bei Fortführung der bereits eingeleiteten ambitionierten und teuren Maßnahmen in Deutschland reduzieren wir den CO2-Ausstoß bis 2050 um 61%. Das Erreichen des 80%-Ziels ist mit zusätzlichen Investitionskosten von 1,5 Billionen Euro verbunden. Erhebliche politische Flankierung mit zahlreichen Maßnahmen wäre notwendig, ein umfassender dauerhafter Carbon-Leakage-Schutz absolute Grundvoraussetzung.

Das Ziel einer faktischen Dekarbonisierung unserer Gesellschaft mit einer Reduktion um 95% bis 2050 kann weder technisch, noch wirtschaftlich und auch gesellschaftlich nicht erreicht werden. Zu Recht fordert der BDI, dass dieses Ziel aufgegeben werden muss, wenn nicht vergleichbare Ziele international verbindlich fest- und umgesetzt werden.

Weitere spannende Informationen finden Sie unter www.bdi.eu/themenfelder/energie-und-klima/klima2050.

Die BDI-Studie „Klimapfade für Deutschland“ ist eine unverzichtbare Diskussionsgrundlage. Wir werden diese Diskussion führen und einfordern, damit wir auch 2050 nicht nur ein klimafreundlicher, sondern auch ein wirtschaftlich und sozial starker Industriestandort sind.

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Jeder Bundesbürger verbraucht täglich etwa 250 g gebrannte und 5,5 kg ungebrannte Kalk- und Dolomiterzeugnisse. Im Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e. V. (BVK) sind rund 50 Unternehmen mit fast 100 Standorten vertreten. Gemeinsam produzieren sie mit rund 3.000 Beschäftigten circa 6,3 Mio. Tonnen Kalk im Jahr und erwirtschaften einen Gesamtumsatz von rund 750 Mio. Euro (Stand: 2016).