Zu dieser Seite

Ihr Ansprechpartner

Maria Apfel
maria.apfel(a)kalk.de
0221 - 93 46 74 - 25

News

28.08.2013
Uhu-Auswilderung in der Eifel

Ein Projekt der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen EGE

Kurz vor der Freilassung

Bereits ab Dezember gehen Uhupaare auf Suche nach geeigneten Nistmöglichkeiten. Diese finden sie oft in von Menschen angelegten Steinbrüchen. Mit dem eigentlichen Brutgeschehen beginnen die Uhus in unseren Breiten je nach Witterung gegen Ende Februar. Die Uhuweibchen legen im Abstand von 3 bis 4 Tagen 1 bis 5 Eier. Die Uhumutter bebrütet die Eier allein, sie wird vom männlichen Tier mit Essen versorgt. Nach einer Brutdauer von 34 Tagen schlüpfen dann die Jungvögel. Der Schlupf eines Uhukükens kann bis zu 24 Stunden dauern.

Uhus gehören zu den Nesthockern. Wenn die Nestlinge etwa 1 Woche alt sind, können sie erstmals auf ihren Fersen hocken. Im Alter von gut 2 Wochen sind sie in der Lage, zu stehen. Voll flugfähig sind die Junguhus erst mit 9 bis 10 Wochen. Sie sind aber weiterhin auf ihre Eltern angewiesen und werden von den Altvögeln oft noch bis in den Herbst hinein mit Futter versorgt. Das erste Lebensjahr überleben nur durchschnittlich 3 von 10 Junguhus. Bei Nahrungsknappheit geht das zuletzt geschlüpfte Junge meist zugrunde.

Daher werden die Nachzügler – wenn sie kaum Überlebenschancen haben - von Mitarbeitern der EGE eingesammelt, in der Wildvogelpflegestation Kirchwald aufgepäppelt und auf ein Leben in freier Natur vorbereitet. Ein in der Station lebendes Altvogelpaar nimmt die Uhukinder in Obhut. Wenn sie groß genug sind, bringt man den Jungtieren das Jagen bei, indem man Ratten im Gehege freilässt. Irgendwann ist es dann soweit, die jungen Uhus haben eine reelle Chance, eigenständig in der Natur zu überleben. Dann werden sie in geeigneten Lebensräumen - zumeist an ihren Fundorten - ausgewildert.
Wir hatten das große Glück, die Freilassung von 2 Junguhus begleiten zu dürfen.