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Norbert Weber
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Branntkalk heizt Krankheitserregern ein

Aufklärung — ein heißes Thema

Mit der Umsetzung einer neuen EU-Richtlinie ist ab 2005 die Deponierung von Klärschlamm nicht mehr möglich - zur Verwertung wird demnächst die Hygienisierung gefordert. Branntkalk spielt mit seinen alkalischen Eigenschaften und seiner Reaktionswärme bei der Inaktivierung von Krankheitserregern im Klärschlamm eine Schlüsselrolle. Wie aus einem Sekundär-Rohstoff ein umweltsicherer Wertstoff wird, zeigen wir auf.

Eine kritische Situation

Zwei neue EU-Richtlinien erhitzen die Gemüter. Ab 2005 entfällt die Deponierung von Klärschlämmen und mit der im Entwurf befindlichen Änderung der EU-Klärschlammrichtlinie (86/278/EWG) wird zur landwirtschaftlichen Verwertung die Hygienisierung gefordert.

Klärschlamm schwappt über

Die Menge des zu verwertenden Klärschlamms wird ab 2005 drastisch zunehmen. Die umweltverträgliche Ausbringung in der Landwirtschaft ist eine Möglichkeit, die Nährstoffe im Klärschlamm sinnvoll und kostengünstig zu nutzen, denn Kompostierung ist zeitaufwendig und teuer.

Was kann krank machen im Klärschlamm?

Bestimmte Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Parasiten-Eier oder Larven), die im Abwasser vorhanden sind, werden im Klärschlamm konzentriert. Dadurch können Keimkonzentrationen auftreten, die durch Kontakt mit Tier und Mensch Krankheiten hervorrufen können. Um jegliches Risiko auszuschließen, ist daher der Klärschlamm mit wirkungsvollen Verfahren zu hygienisieren. Ein einfaches, schnell anzuwendendes Verfahren stellt die Behandlung mit Branntkalk dar.

Verfahren aus einer verfahrenen Situation

Zur Hygienisierung der Schlämme aus Kläranlagen, Faultürmen, Gerbereien, Tierkörperbeseitigungsanlagen usw. stehen dem Chemiker zwei Verfahren zur Verfügung

  1. Durch Erhitzen werden die Krankheitserreger unschädlich gemacht - dieses Sterilisierungsverfahren ist auch als Pasteurisierung bekannt. Es erfordert allerdings zusätzliche Energiezufuhr.
  2. Die Alkalisierung zerstört die Zell- und Körperproteine und "denaturiert" die Erreger.

Branntkalk: Die ideale Lösung wirkt doppelt und dreifach

Ein bekanntes Produkt bietet die Möglichkeit Alkalisierung und Erhitzung zu verbinden, ohne zusätzliche Energieressourcen anzugreifen: Branntkalk (CaO).
Wird Branntkalk mit Klärschlamm gemischt, so führt erstens die Reaktionswärme und zweitens die Erhöhung des pH-Wertes zu einer sicheren und umweltverträglichen Abtötung der Krankheitserreger und verhindert drittens die Wiederverkeimung. Die Hygienisierung lässt sich leicht durch Dosierung und Verweildauer steuern und den Kontaminationsgraden der Schlämme ökologisch und ökonomisch optimal anpassen.

Viele Probleme, zwei Verfahren und ein Produkt, das alles klärt

Im Hinblick auf die zukünftig anstehenden Probleme hat die Forschungsgemeinschaft Kalk und Mörtel e.V. sich seit längerem mit den Verfahren der Klärschlamm- und Bioabfall-Hygienisierung befasst. Als Ergebnisse dieser Arbeit bieten wir Unterstützung und Lösungswege an, die allen Kläranlagenbetreibern eine Klärung ihrer individuellen Probleme verschafft. Lassen Sie sich aufklären.

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