Kostenaspekte bei der Abgasreinigung

»Kalkulation« fängt mit »Kalk« an

95% aller Verbrennungsanlagen in Europa arbeiten mit Kalkprodukten. Einfache Aggregate, fertig dosierbare Komponenten und bewährte Prozesse machen Kalk zum Abgasreiniger Nr. 1. Aber ist er auch die wirtschaftlichste Lösung? Öffentliche und private Betreiber stehen unter immer höherem Einsparungsdruck. Wir werfen deshalb einen Blick durch die Kostenbrille.

Die Chemie stimmt nicht

Damit Müllverbrennungsanlagen keinen "Müll" produzieren, müssen sie sich genauen Emissionsschutz-Auflagen unterwerfen: was Kaminen entsteigt, soll gereinigte Abluft sein. Das Problem, gerade bei der Entsorgung von Hausmüll, ist die Reinigung der Abgase von sauren Bestandteilen, überwiegend Salzsäure (HCl) und Schwefeldioxid (SO2). Der Fachmann weiß: Wo es sauer wird, da hilft Kalk.

Die Lösung vor der Haustür

Was liegt näher, als durch das heimische Naturprodukt Kalk, durch Kalkhydrat, genauer durch Calciumhydroxid, den sauren Komponenten die Suppe zu versalzen? Das geht einfach, sicher und Kosten sparend z.B. mittels klassischer Trockensorption. Feingemahlenes Kalkhydrat wird in den bis zu 200 °C heißen Abgasstrom geblasen. Die Reaktionstemperatur variiert dabei je nach Anlage und vorgeschalteten Prozessen. Es entstehen Calciumchlorid (CaCl2) und Calciumsulfat (CaSO4) - also Gips. Die gebundenen Bestandteile werden aus dem Gasstrom durch eine Filtervorrichtung abgetrennt. Für den Chemiker eine einfache Formel, die er mit dem Begriff der "Neutralisation" belegt.

Kalk und jede Menge Kohle

Auch bei der Abgasreinigung hat der Kalk einen kompetenten Partner: den Herdofenkoks (HOK). Dieser adsorbiert im Verbund mit Kalkhydrat weitere ungeliebte Komponenten aus dem Abgas: Dioxine und Schwermetalle. Als Additiv bindet Koks vorwiegend in der Filterschicht auf einem Gewebefilter. Die so gebundenen Schadstoffe lassen sich nun als Filterrückstände schadfrei - und Kosten sparend - im Bergversatz verwerten.

... und jede Menge Kohle sparen

Was für den Chemiker eine einfache Gleichung zur Reinhaltung der Luft ist, sollte auch für den Ökonomen berechenbar sein. Deshalb werden abgestimmt auf den Anwendungsfall Kalkhydrat alleine oder zusammen mit Herdofenkoks von den Kalkwerken als ein fertig gemahlenes und gemischtes Produkt angeboten. Diese Formel rechnet sich für alle Beteiligten. Sie verbindet die Vorteile einer robusten, erprobten und einfachen Technik mit denen eines Fertigprodukts zur Ad- und Absorption der problematischen Abgasbestandteile.

Ein sauberes Sparbeispiel

Kommunen und private Betreiber von Müllverbrennungsanlagen haben aufgrund steigender Anforderungen im Emissionsschutz wahrlich das Kalkulieren gelernt. Aber, dass man bei einer Verbrennungskapazität von 100.000 Tonnen Hausmüll im Jahr bis zu 200.000 Euro gegenüber alternativen Methoden einsparen kann, ist doch ein Kostenargument von Gewicht. Wie genau man bei einer gewissen Müllzusammensetzung und Menge sowie der Dimension, Fahrweise und Logistik einer Anlage Sparpotentiale ausschöpft und welche andere Abgasreinigungsverfahren es mit Kalk noch gibt, das können Sie bei uns kostenlos erfragen. Denn schließlich hört eine günstige Kalkulation auch mit Kalk auf.

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