Ausflugtipps

Kalkbrennerei Wald- und Weinviertel / Dunkelsteiner Wald

A-3543 Krumau / Kamp

http://www.oeab.at/kulturgeologie/projekte.htm#kalkoefen

Öffungszeiten:

Außenanlage ganzjährig begehbar

Die Kalkbrennerei war in manchen Gebieten des Waldviertels seit jeher ein wichtiges Kleingewerbe. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts dürften an die 50 bäuerliche und herrschaftliche Kalköfen in Betrieb gestanden haben. Manche Orte waren mit dem abgebauten Rohstoff Marmor - ein durch Druck und Temperatur umgewandelter Kalk - so reich bedacht, dass sie eine jahrhundertelange Tradition im Kalkbrennen vorweisen können.

Der »Thumritzer Marmor« erlangte Bedeutung, da die Produkte der Firma nicht nur auf den Wiener Friedhöfen, sondern bis nach Ungarn, Bulgarien, Rumänien und sogar in die Türkei verkauft wurden. Hergestellt wurden Grabdenkmale, Sockel- und Wandverkleidungen, Monumente, Portale und Stiegenstufen. Nach dem ersten Weltkrieg konnte nur noch ein Fünftel der Arbeiter (1928 waren es vierzig) beschäftigt werden, da es kaum mehr Auslandsaufträge gab. Waren es vor dem Krieg im Schnitt 110 Waggonladungen pro Jahr, sank die Produktion danach auf nur noch 15. Wie viel davon auf den Thumritzer Marmor entfiel, kann allerdings nicht gesagt werden.