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Außenanlage jederzeit begehbar

Der vom Heimat- und Kulturverein restaurierte Kalkofen gehört zu einer Reihe von Kalköfen, die im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in Hargarten entstanden sind. Kalk wurde sowohl zum Hausbau als auch in der Landwirtschaft gebraucht. Die in den nahen Kalksteinbrüchen gebrochenen Steine wurden mit Pferdefuhrwerken zu den Kalköfen gebracht. Dort wurden sie in faustgroße Brocken zerschlagen und anschließend in die trichterförmig nach unten verlaufenden Kalköfen eingefüllt. Je nach Füllmenge dauerte es mehrere Tage, bis aus dem rohen Kalkstein der Branntkalk geworden war.

Die Kunst des Kalkbrennens bestand darin, die richtige Mischung von Brenngut (Kalksteine) und Brennstoff (Koks) zu finden. Der Brandvorgang dauerte, je nach Größe des Ofens, mehrere Tage.

Der Heimat- und Kulturverein restaurierte 1997 einen ehemaligen Kalkbrennofen, im Sommer 2002 fanden Brennertage statt, bei denen Kalk nach der alten Methode gebrannt wurde.