Ausflugtipps

Kalkofen Untermarchtal

89617 Untermarchtal

http://www.schwaebischer-heimatbund.de/index.php?cid=91

Öffungszeiten:

April bis Oktober sonn- und feiertag 11 bis 17 Uhr

Außerhalb der Saison und an Werktagen Führungen vereinbar

 

 

 

Bis in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg produzierten noch unzählige kleine Kalkbrennereien Kalk für den Bedarf der Umgebung. In Untermarchtal wurde das letzte erhaltene kleine Kalkwerk mit Schachtofen des Alb-Donau-Raums originalgetreu restauriert und als technisches Museum eingerichtet. Die Anlage besteht aus einem über eine Gichtbühne beschickten Schachtofen mit einem sieben Meter hohen Schornstein sowie der angebauten Werkhalle mit den historischen, weitgehend original erhaltenen Vorrichtungen zum Löschen, Sieben und Abfüllen des Kalkes. Sie können bei Führungen für die Besucher in Betrieb genommen werden.

Der Kalkofen war von 1923 bis 1939 in Betrieb. Danach dienten die Gebäude als Remise. Nach jahrelangem Leerstand und seiner Einstufung als erhaltenswertes Kulturdenkmal, wurde der Kalkofen 1984 an das Land Baden-Württemberg verkauft, welches ihn 1986 dem Schwäbischen Heimatbund in Erbpacht überließ. Von 1986 bis 1990 wurde die Anlage durch den Schwäbischen Heimatbund restauriert und das Museum eingerichtet. Der Museumsbetrieb und die Veranstaltungen werden von der Ortsgruppe Untermarchtal durchgeführt.

Im Rahmen von Führungen werden die schwere Arbeit im Steinbruch sowie die gesundheitlichen Gefahren erläutert, denen die Arbeiter beim Löschen und Abfüllen des Kalkes ausgesetzt waren. Ein Videofilm verdeutlicht, wie in Untermarchtal von 1923 bis 1939 Kalk gebrannt wurde.

In unregelmäßigen Abständen wird der Ofen wieder in Betrieb genommen und Kalk wie vor 70 Jahren gebrannt (Termine auf Anfrage). Zusätzlich erwartet die Besucher eine Ausstellung zur Geschichte der Kalk- und Zementbrennerei.