News aus 2022

2,419 Cent Gasumlage belasten energieintensive Industrien:

Ohne Entlastung der Bundesregierung steigen die Kosten der Kalkindustrie zunächst um mindestens 7.250 Euro pro Mitarbeiter

Am 15. August wurde die Gasumlage mit 2,419 Cent je Kilowattstunde festgelegt, was ab Oktober zu Mehrbelastungen für Haushalte und Unternehmen führt – bisher ohne Entlastung durch die Regierung.

„Die Sicherstellung der Gasversorgung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe des Staates. Die Finanzierung der Gasumlage für systemrelevante Gasimporteure aus dem Bundeshaushalt, ist daher der richtige Weg. Als energieintensive Grundstoffindustrie fordern wir die Bundesregierung auf, diesem Vorschlag zu folgen“, sagt Thomas Perterer, Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie. „International wettbewerbsfähig bleibt die Industrie nur, wenn auch in Deutschland die Industrie entlastet wird.“

Die genaue Höhe der Umlage berechnet der sogenannte Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe, ein Gemeinschaftsunternehmen der Gas-Fernleitungsnetzbetreiber. Für die energieintensiven Industrien bedeutet das eine durchschnittliche Mehrbelastung von 7.250 Euro je Mitarbeiter. Hinzu kommen durch die Umlage steigende Stromkosten sowie die Gasspeicherumlage.