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Billiger Kalk kann teuer werden – Was jeder Ackerbauer bei der Wahl des Kalkdüngers beachten muss

Nicht jeder Kalk ist gleich – und wer hier spart, muss später mit Ertragseinbußen und Bodenproblemen rechnen. Kalkdünger unterscheiden sich stark in Herkunft, Bindungsform, Korngröße, Reaktivität, Nebenbestandteilen und Qualität.

Entscheidend für die Wirksamkeit ist der sogenannte Neutralisationswert (NW), der die basisch wirksamen Bestandteile im Vergleich zu reinem CaO angibt. Auch die Bindungsform – Carbonat, Oxid, Hydroxid oder Silikat – beeinflusst die Geschwindigkeit der pH-Anhebung.

Wichtig:

  • Je feiner die Vermahlung, desto schneller wirkt der Kalk.
  • Brannt- und Mischkalke wirken schnell und eignen sich für strukturgeschädigte Böden.
  • Kohlensaure Kalke wirken mittelfristig und sind ideal für die regelmäßige Erhaltungskalkung.
  • Silikatische Kalke und Carbokalk bieten zusätzliche Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphat, welche dann in der Bilanzierung berücksichtig werden müssen.

Die Produktmenge richtet sich nach dem CaO-Gehalt – eine korrekte Umrechnung der verschiedenen Kalktypen ist notwendig! Orientierung bietet das DLG-Qualitätssiegel, das für geprüfte und überdurchschnittlich hochwertige Produkte steht.

Unter Naturkalk finden Sie eine Übersichtstabelle zu den verschiedenen Kalken. Im DLG-Merkblatt sind weitere Informationen zur Vertiefung.