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Wer auf Symptome wartet, kalkt zu spät: Ertragssicherung beginnt mit dem richtigen Kalk-Zeitpunkt

Ackerböden verlieren kontinuierlich Calcium – und mit ihm ihre Fruchtbarkeit. Wer nicht regelmäßig kalkt, riskiert Ertragseinbußen und strukturelle Schäden.

Die Erhaltungskalkung gleicht den natürlichen Säureeintrag und Calciumverlust auf Böden im optimalen pH-Bereich (Klasse C) aus. Grundlage ist eine standortbezogene Bodenanalyse, denn pauschale Angaben reichen nicht aus.

Sinkt der pH-Wert in die Klasse B, ist eine Aufkalkung erforderlich, um den Boden wieder an den optimalen Zustand heranzuführen – vorzugsweise zu kalksensiblen Kulturen. Bei stark versauerten Böden (pH-Klasse A) wird eine Gesundungskalkung nötig. Sie erfolgt mit sehr hohen Mengen, die auf mehrere Jahre verteilt werden müssen, abhängig von der Bodenart.

Die Strukturkalkung – oft als Vorsaatmaßnahme eingesetzt – dient der Stabilisierung verschlämmungsgefährdeter Böden. Sie wirkt oberflächlich, verändert den pH-Wert kaum und ist selbst bei Böden mit idealem pH-Wert sinnvoll, wenn Calcium im Oberboden ausgewaschen wurde. Unter Naturkalk finden Sie weitere Informationen zur praktischen Umsetzung der Kalkungsmaßnahmen.

Jede Kalkungsmaßnahme hat spezifische Einsatzbereiche und Dosierungen – entscheidend ist die Anpassung an Bodenzustand, Kultur und Standort. Im DLG-Merkblatt stehen weitere Informationen zur Vertiefung.

Bild: Kalkverband Agrar