News aus 2025

Wirkungsvoll und nachhaltig kalken heißt: zur richtigen Zeit, mit der richtigen Technik.

Die fachgerechte Kalkdüngung ist ein zentraler Baustein nachhaltiger Ackerbausysteme. Sie dient nicht nur der pH-Wert-Regulierung, sondern verbessert entscheidend die Bodenstruktur, die Nährstoffverfügbarkeit und die Effizienz anderer Düngemaßnahmen.

Grundsätzlich bestehen keine engen zeitlichen Vorgaben für die Ausbringung, jedoch sollte sie ausschließlich auf tragfähigen Böden erfolgen, um Verdichtungen zu vermeiden. Die Ausbringung auf Stoppelflächen gilt als gängige Praxis, da der Kalk im Anschluss durch flache Stoppelbearbeitung effizient eingemischt werden kann.

Besonders kalkbedürftige Kulturen, wie Winter- und Sommergerste, Zuckerrüben, Raps oder Luzerne, reagieren positiv auf eine vorgelagerte Kalkung. Neben Ertrags- und Qualitätssteigerungen können auch pflanzenbauliche Nebeneffekte, wie die Unterdrückung von Schädlingen und Krankheiten, gezielt genutzt werden. Detaillierte Informationen zum Düngezeitpunkt finden Sie unter Naturkalk

Die richtige Technik ist entscheidend: Gleichmäßige und staubarme Ausbringung, angepasst an Feuchte und Korngröße des Kalkes, sichern die Wirkung. Insbesondere bei heterogenen Standorten ist eine teilflächenspezifische Kalkung, basierend auf detaillierten Bodenanalysen, unerlässlich für eine standortgerechte und ökonomisch sinnvolle Versorgung. Eine pauschale Kalkung nach Durchschnittswerten ist nicht mehr zeitgemäß und kann zu Über- oder Unterversorgung führen. 

Im DLG-Merkblatt sind weitere Informationen zur Vertiefung.

Bild: Kalkverband Agrar