„Die Hütte brennt “, stellt Philip Nuyken, Geschäftsführer Politik des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie e. V., anlässlich des Stahldialogs fest:
„Hohe CO₂- und Energiekosten, schleppende Genehmigungen und immer mehr Regulierung setzen die deutsche Industrie massiv unter Druck. Monat für Monat verschwinden über 10.000 überdurchschnittlich bezahlte Industriearbeitsplätze und die damit verbundene Wertschöpfung – auch für die Kalkindustrie als Grundstofflieferant ist das bedrohlich.“
Vom Stahldialog fordert Nuyken klare Beschlüsse: „Wir brauchen ein Signal des Aufbruchs. Die heimische Kalkproduktion sichert die Stahlproduktion in Deutschland. Ein Drittel der Kalkproduktion geht direkt an der Stahlindustrie – einer Schlüsselindustrie für Mobilität, Verteidigung und Infrastruktur.
Die Bundesregierung muss jetzt konsequent handeln: ein Industriestrompreis für langfristig stabile Stromkosten, ein radikaler Bürokratieabbau im großen Stil und die freie Zuteilung im EU-Emissionshandel auf heutigem Niveau erhalten. Auch der Carbon Leakage Schutz darf nicht weiter mit der Kettensäge bearbeitet werden.“
„Deutschlands Stärke liegt in seinen industriellen Clustern. Zu ihnen gehören Großunternehmen sowie zahlreiche kleine und mittelständische Zulieferer. Wenn wir diese Basis verlieren, gefährden wir unser gesamtes Wirtschafts- und Wohlstandsmodell.
Jetzt ist der Moment, entschlossen gegenzusteuern, so Philip Nuyken“.