Die Kalkindustrie steht für einen unverzichtbaren Grundstoff unzähliger Wertschöpfungsketten – und gleichzeitig vor einer zentralen Herausforderung:
Ein erheblicher Teil der CO₂-Emissionen entsteht prozessbedingt bei der Kalzinierung und ist technisch nicht vermeidbar.
Gleichzeitig liegt hier ein enormes Klimaschutzpotenzial:
Kalk bindet durch Karbonatisierung über seinen Lebenszyklus hinweg wieder CO₂ aus der Atmosphäre. In Kombination mit CCS und CCU kann sich die Branche bis 2045 vom Emittenten zur CO₂-Senke entwickeln.
Voraussetzungen aus Sicht der Kalkindustrie:
- Ein klarer, verlässlicher Rechtsrahmen für CCS, CCU und CO₂-Transport
- Schneller Aufbau einer CO₂-Infrastruktur
- Anerkennung der Karbonatisierung in der CO₂-Bilanz von Kalkprodukten
- Wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen, z. B. durch Differenzverträge, Leitmärkte, die Grundstoffe wie Kalk einschließen und wettbewerbsfähige Energiepreise
„Die Kalkindustrie kann vom Emittenten zur CO₂-Senke werden. Um ihr Potential auszuschöpfen, braucht es tragbare Wettbewerbsbedingungen und CO₂-Infrastruktur,“ sagt Philip Nuyken, Geschäftsführer Politik, BVK.
Fazit:
Die Kalkindustrie ist bereit für Transformation und Verantwortung.
Jetzt ist die Politik gefragt, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen –
damit Carbon Management in Deutschland vom Konzept zur Realität wird.
Herzlichen Dank an die Kanzlei Luther für die Einladung und den weiteren Redner:innen für die guten Beiträge.