News aus 2026

CCS & CCU: Voraussetzungen der Kalkindustrie für eine klimapositive Zukunft

Auf der Fachveranstaltung "CCS und CCU – Rechtsrahmen und Perspektiven der Kohlenstoffwirtschaft" der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH stellte Philip Nuyken mit seinem Vortrag „CCS und CCU – Rechtsrahmen und Perspektiven der Kohlenstoffwirtschaft“ die notwendigen Rahmenbedingungen für eine klimapositive Kalkindustrie am 14. Januar 2026 in Köln vor. Er diskutierte sie mit Vertreter:innen aus Recht, Industrie und Verbänden.

Die Kalkindustrie steht für einen unverzichtbaren Grundstoff unzähliger Wertschöpfungsketten – und gleichzeitig vor einer zentralen Herausforderung:
Ein erheblicher Teil der CO₂-Emissionen entsteht prozessbedingt bei der Kalzinierung und ist technisch nicht vermeidbar.

Gleichzeitig liegt hier ein enormes Klimaschutzpotenzial:
Kalk bindet durch Karbonatisierung über seinen Lebenszyklus hinweg wieder CO₂ aus der Atmosphäre. In Kombination mit CCS und CCU kann sich die Branche bis 2045 vom Emittenten zur CO₂-Senke entwickeln.

Voraussetzungen aus Sicht der Kalkindustrie:

  • Ein klarer, verlässlicher Rechtsrahmen für CCS, CCU und CO₂-Transport
  • Schneller Aufbau einer CO₂-Infrastruktur
  • Anerkennung der Karbonatisierung in der CO₂-Bilanz von Kalkprodukten
  • Wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen, z. B. durch Differenzverträge, Leitmärkte, die Grundstoffe wie Kalk einschließen und wettbewerbsfähige Energiepreise

„Die Kalkindustrie kann vom Emittenten zur CO₂-Senke werden. Um ihr Potential auszuschöpfen, braucht es tragbare Wettbewerbsbedingungen und CO₂-Infrastruktur,“ sagt Philip Nuyken, Geschäftsführer Politik, BVK.

Fazit:
Die Kalkindustrie ist bereit für Transformation und Verantwortung.
Jetzt ist die Politik gefragt, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen –
damit Carbon Management in Deutschland vom Konzept zur Realität wird. 

Herzlichen Dank an die Kanzlei Luther für die Einladung und den weiteren Redner:innen für die guten Beiträge.