Die beschleunigte Verwitterung von Kalkstein am Meeresboden der Ostsee und der Einsatz von Kalkhydrat in der Wassersäule der Nordsee bieten großes Potenzial für die CO₂-Reduktion. Durch die gezielte Einbringung von Kalksteinmehl und Kalkhydrat kann das Säurebindungsvermögen des Wassers erhöht werden, wodurch das Meer zusätzliches CO₂ aus der Atmosphäre aufnimmt. Erste Untersuchungen zeigen, dass sich durch diese Methoden bis zu 15 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr binden lassen – ein bedeutender Beitrag auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität Deutschlands.
Marine CDR (Carbon Dioxide Removal) Methoden werden auch innerhalb der Bundesstrategie Langzeit-Negativemissionen (LNe) eine zentrale Rolle spielen, um langfristig unvermeidbare Restemissionen auszugleichen. Die Kalkindustrie und ihre Forschungsgemeinschaft unterstützen die wissenschaftliche Erforschung dieser Verfahren und setzt sich für einen nachhaltigen Einsatz von Kalk zur marinen CO2-Entnahme ein.
Abbildung: Artwork Rita Erven // Lizenz: CC BY 4.0